Der Sherlock Holmes der Geek-Generation
Anfang Februar habe ich meine Leser ja gewarnt, sich im Mai nichts vorzunehmen. Denn Gerüchten zufolge sollte dann die ARD die 2. Staffel der grandiosen BBC-Serie Sherlock ausstrahlen – und morgen ist es dann so weit, um 20:15 Uhr läuft Sherlock – Der Skandal von Belgravia.

By Fat Les (bellaphon) from London, UK (Flickr) CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons
Wer also mal nach zwei mehr schlecht als recht gelungenen Kinoadaptionen der Detektivgeschichten von Sir Arthur Connan Doyle sehen will, der sollte morgen unbedingt das Erste sehen. Nach dem Erfolg der 1. Staffel (ver-)sendet die ARD die Folgen auch nicht mehr im Nachtprogramm.
Den Köpfen hinter der Serie, Steven Moffat und Mark Gatiss, die auch bei Doctor Who ihre Finger mit im Spiel haben, ist ein erstaunliches Kunststück gelungen, als sie die Figur Sherlock Holmes in die Gegenwart verpflanzten. Herausgekommen ist eine Art Sherlock Holmes der Geek-Generation – ein Genie mit leichtem Hang zum Asperger Autismus. Ein echter Geek, der sich bei seinen Ermittlungsarbeiten auch der modernsten Technik bedient – was die Macher auch hervorragend umzusetzen wissen.
Ich persönlich habe die 2. Staffel schon im englischen Original gesehen und kann dementsprechend die neuen drei Folgen wärmstens empfehlen – sie sind so gut, dass nicht einmal eine deutsche Synchronisation sie kaputt machen könnte. Und als kleines Extra kommt dann auch noch eine meiner Lieblingsfiguren dazu, Irene Adler von Lara Pulver als Domina in den besten Kreisen verkörpert. Und wer ein bisschen an der Figur des James Moriarty in der 1. Staffel zu mäkeln hatte – nicht ganz zu Unrecht – wird vorgeführt bekommen wie das Böse es versteht in der modernen Medienwelt zu agieren.
Also, einschalten!



